Puppen sind im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung nicht nur etwas für Mädchen. Sicher, ab einem bestimmten Alter sind kleine Jungs nicht mehr dafür zu haben, mit Puppen oder Teddys zu spielen. Aber bis dahin können sie gute Kameraden sein, die man drücken und in den Arm nehmen kann, die zuhören und nichts weiterplaudern.
Puppen sind schon als erstes Spielzeug für Kinder ideal. Sind sie nicht zu groß und aus Stoff, können sie von Anfang an Babys Begleiter sein. Stoffpuppen sind weich und können geknautscht und gedrückt werden. Das erfordert Kraft und trainiert so die kleinen Muskeln. Vor allem aber werden beim Greifen nach der Puppe oder nach bestimmten Körperteilen derselben motorische Fähigkeiten gefördert. Eine Puppe hat außerdem den Vorteil, dass sie immer da sein kann. Sie ist der Tröster beim Arzt, Retter in der Nacht und etwas zum Knuddeln, falls Mama oder Papa einmal nicht da sein können.
Später kann eine Puppe auch ein gutes Lernobjekt sein. Mit ihrer Hilfe kann das Kind zum Beispiel lernen, wie man sich zu welcher Jahreszeit anzieht. Neuerdings gibt es auch Exemplare, die verschiedene Sachen mit unterschiedlichen Verschlüssen tragen. So kann ein Kind spielerisch lernen, wie die Sache mit dem Reiß- oder Klettverschluss funktioniert oder wie man Druckknöpfe und Schnürsenkel auf und zu bekommt. Natürlich kann man das dem Kind auch alles an seiner eigenen Person zeigen. Doch viele Kinder bevorzugen es, ihre geliebte Puppe immer wieder neu an- und auskleiden zu können.
Im Spiel mit Puppen kann auch durch das Nachspielen von Alltagssituationen Stress für die Kinder abgebaut werden oder man kann sie nutzen, um ihnen bestimmte Dinge zu erklären. So sind Puppen zum Beispiel für das Erklären von ärztlichen Untersuchungen und für das anschließende Nachspielen sehr gut geeignet.